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Schwitzen mal anders: Welche Deocremes können was?

Über den deutschen Sommer kann man ja denken, was man will. Auch wenn die große Hitze in diesem Jahr wohl ausbleibt, kommt man oft doch nicht ums Schwitzen herum. In diesem Beitrag stelle ich euch daher drei natürliche Deodorants vor. Diese könnten unterschiedlicher nicht sein, haben jedoch eines gemeinsam: Sie sind alle Deocremes. Wie und ob sie wirken? Hier die Antwort!

Deocremes – auf Anfänger wirken sie oft noch etwas befremdlich, genau wie der Gedanke, sich Creme unter die Achsel zu schmieren. Bei näherer Betrachtung gehören Deocremes aber genau so wie Sprühdeodorants oder Sticks zu den vielen Formen von Deos, die allesamt dem Schweißgeruch den Kampf ansagen. Trotzdem gibt es viele Unterschiede zwischen den einzelnen Deo-Arten, insbesondere was Wirkung, Zusammensetzung, Recycling und Nachhaltigkeit angeht – von der „0%-Aluminiumsalz-Welle“ ganz abgesehen. Kein Wunder also, dass auch immer mehr natürliche Deocremes auf dem Markt erhältlich sind.

Deocreme #1: Fine Deodorant Cedar Bergamot

Das Deo mit dem vielversprechenden Titel „Fine“, was auf Italienisch „Ende“ und auf Englisch so viel wie „schön“ oder „gut“ bedeutet, stammt aus Berlin und macht allein schon durch seinen nostalgischen Glastiegel neugierig. Die in zwei Duftvarianten verfügbare Deocreme, nämlich ‚Vetiver Geranium‘ und ‚Cedar Bergamot‘, hat eine komplett vegane Fomulierung aus Kakao- und Shea Butter sowie Kokosnussöl. Ätherische Öle wie Lavendel, Sandelholz, Vetiver, Geranium oder Teebaum verleihen ihr dabei einen ganz außergewöhnlichen Geruch. Die Rezeptur ist so natürlich, dass man die Deomasse theoretisch auch essen könnte – so zumindest der Hersteller.

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Wenn man sich für den Kauf eines Fine Deodorants entscheidet, bekommt man es in einem niedlichen, pastellfarbenen Leinenbeutel nach Hause geschickt. In dem ziemlich stolzen Preis von 28€ für 30 Gramm ist ebenso ein kleiner hölzener Spatel enthalten, mit dem die Creme entnommen werden kann – praktisch, da man so die Finger nicht dauernd in den Tiegel tauchen muss. Das Gesamtkonzept des Deos wirkt durchdacht und besonders das nostalgische Design hat es mir angetan – die Verpackung erinnert stark an ein Tiegelchen, das man auch vor 60 oder 70 Jahren Jahren in einer alten Apotheke hätte kaufen können.

Nun aber zum wichtigsten Punkt, der Wirkung: Diese ist beim Fine Deo wirklich gut, denn die ätherischen Öle und Duftextrakte scheinen so gut konzentriert zu sein, dass Schweißgeruch hier keinerlei Chance hat. Das mag vielleicht auch daran liegen, dass der intensive Duft eher in die herbere Richtung geht und daher übrigens auch super für die Herren der Schöpfung geeinet ist. Auch nach mehreren Stunden Bewegung (und sogar körperlichen Anstrengungen) ist auf die Wirkung von Fine Verlass. Das Schwitzen, also das eigene Kühlungssystem des Körpers, bleibt weiterhin bestehen, was ganz natürlich und daher gut so ist. Einziges Manko: Die Creme färbt auf weißer Kleidung ein wenig Gelb, dadurch dass die Creme eine natürliche, gelbe Farbe besitzt. Pluspunkt jedoch: Um Fine Deos kennen zu lernen, kann sich man im Shop vorab eine Probe für jeweils 2,80€ bestellen. Refills werden ebenso angeboten – top!

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Deocreme #2: i+m Deo Creme Tausendschön Grapefruit

Dies ist eine Deocreme, die sich in vielerlei Hinsicht von dem Fine-Exemplar unterscheidet. Sie hat nicht nur den Anschein einer „echten“ Creme, sondern fühlt sich auch so an. Würde nicht „Deo Creme“ drauf stehen, könnte man sie auf den ersten Blick auch für eine Gesichtspflege halten. Mit der Deocreme „Tausendschön“ hat i+m, der Hersteller des Deodorants, sein komplett veganes Sortiment erst jüngst erweitert und hat dafür einen zarten Grapefruit-Duft gewählt, der perfekt in die warme Zeit passt.

Die Creme mit 100% natürlichen Inhaltsstoffen ist besonders cremig und daher sehr angenehm unter den Armen zu tragen. Sie enthält neben Kokos, Natron und Zink auch Bio-Mandelöl und Bio-Olivenöl, dafür kein Alkohol oder Aluminium. Der Tiegel besteht bis auf den Deckel aus Glas, sodass man diesen nach Verbrauch des Inhalts auch theoretisch weiter verwenden kann.

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Die Wirkung würde ich als „mittelstark“ einstufen. Einige Stunden hält der erfrischende Duft an, bis er dann schwächer wird und ein Nachcremen notwendig ist. Da sich die Creme aber sehr leicht entnehmen lässt und sich total sanft anfühlt, stört dies weniger und das Nachtragen macht sogar Spaß. Allerdings muss die Creme immer mit dem Finger entnommen werden, was voraussetzt, dass man saubere Hände hat. Ideal für unterwegs halte ich die Tausendschön Grapefruit Creme von i+m daher nicht, zumal der Tiegel nicht gerade ein Fliegengewicht ist. Als Pflege nach der morgendlichen Reinigung und mit festem Platz im Badezimmer macht sie aber einen tollen Job. Für Deocreme-Neulinge sollte diese Creme ein guter Start sein!

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Deocreme #3: We love the Planet Sweet Serenity

Kandidat Nummer drei ist die Deocreme von We love the Planet in der Duftrichtung ‚Sweet Serenity‘, die in einem flachen Metall-Döschen daher kommt. Die Creme gleicht in der Textur von Fine, ist aber etwas „weicher“ und lässt sich durch die Wärme der Finger schnell cremig reiben. Das Deo duftet warm und blumig-süß, versprüht aber ebenso eindeutig holzige sowie würzige Noten – sehr wohlriechend, wer’s mag! Wer nicht, der hat die Auswahl zwischen weiteren Duftvarianten wie ‚Forever Fresh‘, ‚Lovely Lavender‘, ‚Mighty Mint‘ oder ‚Original Orange‘ – es sollte also für jeden etwas dabei sein!

Sweet Serenity enthält – genau wie das Fine Deodorant und die Tausenschön Deocreme – kein Aluminiumsalz, ist aber im Gegensatz dazu nicht vegan. Dies liegt daran, dass die Formel mit Bienenwachs angereichert ist. Zudem enthält sie Kokosöl und Maisstärkepulver. Durch die wachsige bzw. ölige Konsistenz werden die Achseln nicht ausgetrocknet und nach der Rasur angenehm beruhigt – Juckreiz, wie ich ihn oft nach dem Rasieren unter den Armen habe, verschwindet nach dem Auftrag der Creme größtenteils.

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Das We love the Planet-Exemplar ist in seiner Wirkung absolut verlässlich: Der Duft hält – ähnlich wie bei dem Fine Deodorant – relativ lange an und sollte besonders Personen gefallen, die sonst zu süßlich riechenden Sprühdeos greifen. Rückstände habe ich so gut wie keine bemerkt, was daran liegen könnte, dass sich das Deo sehr gut und dünn auf der Haut verteilen lässt. Das flache Packaging sagt mir außerdem zu – die Creme lässt sich dadurch praktisch in der Handtasche tragen, ohne dabei unnötg Platz wegzunehmen.

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Deocreme: Tipps und Tricks

Alle drei Deo-Varianten zeigen: Deocremes haben es durchaus drauf! Zudem gibt es sie in den verschiedensten Ausführungen, sodass eigentlich jeder Geschmack getroffen werden sollte. Etwas fraglich bleibt nur die Sache mit der Hygiene. Ist kein Spatel zum Auftragen dabei, gehört ein gründliches Waschen der Hände wohl sowohl vor als auch nach jedem Auftrag dazu.

Daher mein Tipp: Deocremes am besten dann verwenden, wenn man gerade Zuhause ist und idealerweise frisch geduscht hat. Ich trage sie nämlich am liebsten auf, wenn ich sauber aus der Dusche steige und erst gar nicht darüber nachdenken muss, ob ich vorher die Hände reinigen sollte oder womöglich auf bereits vorhandenen Schweiß „draufcreme“. Daher sind (diese) Deocremes meiner Meinung nach zwar nicht unbedingt die perfekten Begleiter für unterwegs, stellen aber eine natürliche, nachhaltige und zugleich pflegende Alternative zu jedem Deo aus der umweltunfreundlichen Sprüdose dar.

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Hinweis: Die Produkte wurden mir von Fine Deodorant, i+m und We Love The Planet gestellt, sprich sie wurden mir kostenlos zugeschickt. In meiner Bewertung beeinflusst mich das jedoch nicht – ich bleibe weiterhin neutral und ehrlich.

Produkt-Agenda:

  • Fine Deodorant, Cedar Bergamot, vegan, aluminiumsalzfrei, erhältlich über www.fine-deodorant.com, 30 g, ca. 28,00€
  • i+m Deo Creme Tausenschön, Grapefruit, 50ml, vegan, aluminiumsalzfrei, BDIH- bzw. Cosmos Organic-Zertifizierung, erhältlich über www.iplusm.berlin, ca. 9,90€
  • We Love The Planet Deocreme, Sweet Serenity, aluminiumsalzfrei, Bio-zertifiziert (NC natural-cosmetics standard), z.B. über www.najoba.de, 48 g, ca. 11,95€

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